Brettspiel Session #10

Fantasy Stammtisch,14.10.2017

Der letzte Stammtisch war für mich aufgrund logistischer Widrigkeiten leider nur ein recht kurzes Intermezzo. Meine Freunde hatten sich vorher schon hinreichend mit King of Tokyo, The Game und Carcasonne vergnügt...

Wie immer wenn wir uns dazu entschließen in der Wohnung unserer Brettspielleidenschaft zu frönen, war es wieder ein super Wetter. Der goldene Herbst lässt grüßen!

Naja, als ich dazu gestoßen bin war das Thema Sonne leider schon gegessen. Apropos “Essen” – Scheibi hatte wieder seinen legendären Avocado-Dip gebastelt. Das war der Beitrag zur Kategorie “Gesunde Verkostung des Abends”.

Da es für diesen Stammtisch “Massive Unbalanceness Verbot” gab’ haben wir mal wieder “Villen des Wahnsinns” (2. Edition) auf den Tisch gepackt. Wir erinnern uns, dass Marc uns in der letzten VdW Session als Pyromane kurz vor Ende den gemeinschaftlichen Sieg uns den Händen gerissen hatte…

Das kooperative, App-gestützte Horror- und Krimispiel war zumindest für Jan und Dennis neu auf dem Tisch, sodass wir erst einmal die Grundregeln erklärt haben. Da wir anderen das Spiel bereits kannten, gestaltete sich das aber nicht allzu schwierig und ist bei kooperativen Spielen in der Regel sowieso immer etwas einfacher. Zumindest haben die Regeln dieses mal Jans Laune nicht beeinträchtigen können.

Wir haben uns für das zweite Abenteuer entschieden und fanden uns nach einer kurzen Einführung in den dunklen Gassen von Innsmouth wieder – ich habe Rita Young in die dunkle Nacht begleitet.

Hätten wir uns am Anfang nicht so viel Zeit gelassen, dann hätten unsere Chancen vielleicht besser gestanden. Am Ende, als bereits zwei unserer Ermittler dem Wahnsinn anheim gefallen waren und uns der Pöbel immer dichter auf die Pelle gerückt ist, haben wir die Reißleine gezogen. Es war zu aussichtslos, viel zu spät und die Guacamole fast leer… Wir geben ja selten auf, aber da war kein Land mehr zu sehen.

Aber ich denke wir werden es nochmal versuchen und dann etwas früher anfangen.

Die geschätzten Zeitangaben in der App scheinen uns allerdings zu verhöhnen – oder sie sind pro Spieler angegeben. ;-)

Bis zum nächsten mal.
Der Leif

Das sagt der Leif dazu...

„Villen des Wahnsinns finde ich echt gut. Ich mag den ausgedehnten Story-Telling-Part und die Anbindung an die App ist echt gut. Wir sind allerdings dazu übergegangen, dass ein Spieler den "Spielleiter-Part" übernimmt, nach Angabe der Spieler klickt und relevante Texte vorliest. Das hat meiner Meinung nach das Spielerlebnis noch etwas verbessert.

Eigentlich wäre es schön, wenn die Missionen der App nochmal zweigeteilt wären – so mit Zwischenziel. Dann könnte man die Missionen vielleicht problemlos in Häppchen zu 2-3 Stunden durchspielen.“

Marc sagt:
"Ich find das Spiel nach wie vor super. Gestern traf es mich leider unvorbereitet, dass es so lang war. Was ja grundsätzlich eher positiv ist. Ich war nur gestern davon ausgegangen das wir früher fertig sind. ... egal. Ich spiele es gerne wieder ;-)"

Dennis sagt:
"Session war gut, etwas lang. Regeln erklären hat nicht allzu lange gedauert, aber wäre gut gewesen zu wissen, daß die Zeit so ein kritischer Faktor im Spiel ist, dann hätten wir uns vorher aufteilen können und hätten am Ende mehr Zeit gehabt..."

Scheibi sagt:
"Ich mag die Mischung aus Rollenspiel, Horror und Escape Room und finde die Integration der App spannend, zumal sich hierüber neben den Atmosphäre- bzw. Soundeffekten einfache Möglichkeiten für Patches und weitere Inhalte ergeben.

Den Verlauf meiner zweiten Runde VdW fand ich weniger überraschend als den ersten ("The room, the room, the room is on fire..."), und ich habe schmerzhaft lernen müssen, dass das Spiel nach einer gewissen Zeit einfach gnadenlos wird, ganz gleich in welch guter Verfassung die SCs dank cleverem Monsterumgehen bzw- umnieten war. Einen der Schlüssel zur Flucht nicht rechtzeitig erkannt und ergattert zu haben und deswegen das Spiel dann zu verlieren, empfand ich weniger belohnend. Zudem war ich (auch ob meiner fortschreitenden Müdigkeit) dankbar, dass wir uns einig waren, unsere absehbare Niederlage nicht bis zum Ende zu verwalten. Die Spielzeitangaben treffen auf uns wohl nur mit Faktor 2-3 zu. ;-)

Kurz: VdW ist für mich ein interessant gemixtes, atmosphärisches und zumeist spannendes Spiel mit leichtem Hang zu Langatmigkeit bzw. Motivationstod ab dem Zeitpunkt der unausweichlichen Gruppenzerstörung durch das Spiel (die sicher, wenn bekannt, vorher zur Eile bzw. sorgsamer Abwägung der Spielzüge motivieren kann)."

Jan schweigt:
"..."

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