100Ober-Brett-Faktor

Aufbauzeit

Platzbedarf

Kommunikation

Spieler
1-4

Spieldauer
60-90

Alter
12

51st state

Ein Kartenspiel von ignacy Trzewiczek

Erschienen in der deutschen Version bei Portal Games

Die Welt liegt in Trümmern. In der tristen Postapokalypse kämpfen verschiedene Fraktionen nicht nur um das nackte Überleben, sondern um die Kontrolle um das entstandene Machtvakuum.

In 51st state kämpfen 2-4 Spieler um die Vorherrschaft in eine apokalyptischen Welt. Die Spieler entscheiden selbst ob Sie friedlichen nebeneinander koexistieren oder ob Sie frühzeitig einen Streit vom Zaune brechen und auf Plündertour gehen.


Dabei sind die möglichen Strategien ebenso abwechslungsreich wie unterschiedlich und sind nicht zuletzt abhängig von der gespielten Fraktion. Auf der Jagd nach den benötigten Siegpunkten ist sich dann jeder selbst der Nächste.

  • 200 Karten (Format: 63x88mm):
  • 88 Karten "51st State"
  • 50 Karten "The New Era"
  • 50 Karten "Winter"
  • 12 Kontaktkarten
  • 158+ Holzteile
  • 118 Plättchen
  • 4 Fraktionstafeln
  • 1 Siegpunktetafel
  • 1 Anleitung

Der erste Eindruck des Materials ist sehr hochwertig. In dem Set (Master Set) welches ich getestet haben lagen die beiden Erweiterungen “The New Era” und “Winter” bereits bei – in der alten Version des Spiels musste man diese separat erwerben. Außerdem habe ich zu meiner Bestellung noch die drei Promo-Packs bekommen – da hatte ich Glück und rechtzeitig bestellt. Danke Portal Games…!

Gut gefallen hat mir, dass die Stanzbögen noch in einen Papierschuber gesteckt wurden. Da kam direkt beim Auspacken schon Stimmung auf. Ansonsten enthält die Box neben zahlreichen Marker, zahlreiche Karten (Basisset, The New Era und Winter) und diverse Ressourcenteile aus Holz. Ingesamt ist die Ausstattung des Spiels wirklich reichhaltig und hochwertig.

Hingewiesen sollte auch noch auf die vorbildliche Anleitung. Diese erklärt gut strukturiert und übersichtlich die notwendigen Regeln – mit einem Augenzwinkern und sehr angenehm zu lesen. Im ersten Moment wirkt das Spiel deutlich komplizierter als es tatsächlich ist, daher kann es sicher nicht schaden wenn einer der Spieler sich die Regeln bereits im Vorfeld durchgelesen hat.

Fakten & Spielstart

Wir haben beim ersten Spiel übrigens den Fehler gemacht das Kartendeck einfach in der Hälfte zu teilen und jeder Spieler hat seinen Stapel gemischt und danach wieder zusammengeführt. Das hatte in der Konsequenz, dass wir uns gewundert hatten warum so wenig XXXFertigungskarten im Spiel sind – naja, die kamen dann alle am Ende des Spiels… war etwas unausgewogen! ;-)

Der Platzbedarf für das Spiel ist durchschnittlich und hängt nicht zuletzt von der Anzahl der Spieler ab. Der Aufbau des Spiel geht recht schnell – das hängt aber etwas davon ab ob man die einzelnen Ressourcen bereits durch Plastikbeutel oder ähnliches im Vorfeld sortiert hat. Wir sind übrigens im Laufe des Spiels dazu übergegangen die einzelnen Ressourcen nicht mehr zu trennen, sondern dieses auf einen gemeinsamen Haufen zu sammeln. Das hat sich so ergeben und macht das Spiel etwas schneller…


Am Anfang des Spiels wählt jeder Spieler eine der 4 Fraktionen aus. Miit der Promo-Erweiterung sind es sogar 6  unterschiedliche Fraktionen. Die Fraktionen spielen sich wirklich recht unterschiedlich. Für unsere Spielgruppe hat es bewährt die jeweiligen Fraktionen zufällig zu vergeben. Gerade durch unterschiedliche Kombinationen sind unterschiedliche Strategien erforderlich und man verhindert so, dass sich einzelnen Spieler auf die immer gleiche Strategie verlassen.

Nachdem jeder Spieler seine Starthand erhalten und alle benötigten Ressourcen bereitgelegt hat, kann das Spiel beginnen.

Spielziel

Das Spiel wird keine festgelegte Anzahl an Runden gespielt – das macht es meiner Meinung nach besonders spannend. Stattdessen endet das Spiel, sobald ein Spieler eine vorher festgelegte Anzahl an Siegpunkten erreicht hat. Das war zumindest bei unseren Spielen auf die letzten Meter nochmal richtig spannend, wenn jeder versucht noch ein paar Siegpunkte zusammenzukratzen….

Das sagt der Leif dazu...

„Krasses Game. 51st state hat uns auf Anhieb gefallen. Nicht nur weil das postapokalyptische Setting super transportiert wird, sondern weil sich das Spiel sehr elegant spielt. In dem eigenen Spielzug hat man immer viele Optionen und kann seine Strategie individuell wählen ohne das man das Gefühl hat in komplizierten Regeln zu ertrinken. Die verschiedenen Fraktionen spielen sich sehr unterschiedliche und die Kombination derselben erfordert immer neue Strategien. Hütet Euch vor den Mutanten.“

51st state ist wirklich ein tolles Spiel, welches nicht nur durch seine Optik zu begeistern weiß. Ich muss gestehen, dass ich die inoffiziellen Vorgänger “Imperial Settlers” nicht kenne und auch die erste Version von 51st state nie gespielt habe. Das postapokalyptische Setting spricht mich aber wirklich sehr an und ich war begeistert wie gut das Spiel bereits in der 2 Spieler Variante funktioniert. Die Strategien scheinen hierbei sehr unterschiedlich und zahlreich zu sein und als Spieler hat man immer etwas zu tun. Die Downtime – zumindest im Spiel mit 2 Personen – fällt angenehm kurz aus. Und die Tatsache dass es jedem frei steht, die anderen Spieler anzugreifen bzw. zu plündern, finde ich klasse.

Aufgrund der verschiedenen Kombinationen der Fraktionen, waren die Spiele bei uns recht unterschiedlich aber am Ende doch ziemlich knapp. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie sich das Spiel in der großen Runde spielt.

Einen kleinen Kritikpunkt an der Ausstattung hätte ich aber noch – auch wenn das jetzt Jammern auf hohem Niveau ist.
Der Name Kontaktplättchen ist ja noch in Ordnung –  wahrscheinlich schwierig hier einen allgemeingültigen Begriff zu finden. Aber warum hat man hier die grafische Gestaltung der Marker nicht atmosphärischer gewählt und für zusätzliche Immersion gesorgt. Die Marker zeigen “nur” Pfeile in unterschiedlichen Farben. Hätte man hier nicht eine schönere Symbolik wählen können, z.B. eine Faust für die roten Marker (Kampf, Plündern) oder eine Sprechblase für die blauen Marker (Handeln). Ansonsten kann ich aber beim besten Willen nichts aussetzen...

Einen Fehler hatten wir – trotz der guten Anleitung – im ersten Spiel allerdings doch gemacht. Und zwar haben wir vergessen nach dem Ausführen einer Aktion die benötigten Ressourcen auf der Karte abzulegen. Das hatte dazu geführt, dass wir einige Aktionen durchaus mehrmals pro Runde ausgeführt hatten, was das Balancing etwas verzerrt hatte.

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