100Ober-Brett-Faktor

Aufbauzeit

Platzbedarf

Kommunikation

Spieler
2-6

Spieldauer
100+

Alter
14+

Massive Darkness

ein fantastischer Dungeon Crawler von CMON / Kickstarter

Bis zu 6 wagemutige Recken begeben sich in die dunkelsten der Katakomben – auf der Suche nach Ruhm und Ehre, funkelnden Schätzen und mächtigen Artefakten. Es wäre ein leichtes Unterfangen, wären die dunklen Gänge nicht von allerlei Monstrositäten und finsteren Gesellen bevölkert... Schnell in den Schatten und dann vereint losschlagen....!

Massive Darkness ist ein kooperativer Dungeon Crawler im Fantasy Setting. Alleine oder im Team von bis zu 6 Helden begeben sich die Spieler in verschiedene Dungeons, um als "Lightbringer" zahlreichen Monstern den Garaus zu machen und kostbare Artefakte zu bergen.

Im Kampagnenspiel, welches sich über mehrere Quests erstreckt, steht dabei die Entwicklung der Charaktere im Vordergrund. Hierbei ist es möglich die Helden mit immer besserer Ausrüstung und neuen Talenten von Abenteuer zu Abenteuer zu schicken.

Was beinhaltet der Lightbringer Pledge?

Achtung:
Leider weisen einige Karten der Kickstarter-Version einen druckbedingten Fehler auf. CMON hat aber schon kostenlosen Ersatz für alle Backer zugesagt. Link zum Kickstarter Post

Wie von CMON (ehemals Cool Mini Or Not) gewohnt, kommt das Spiel recht umfangreich daher. Ich habe bei Kickstarter damals nur die reine "Lightbringer Edition" gebacked, sprich: Ich habe bei Weitem nicht Alles was es zu Massive Darkness gibt. Was ich aber bekommen habe, reicht durchaus um zahlreiche Stunden in den dunklen Kellern zu verbringen... Auf die weiteren "Enemy Boxen" habe ich aus (überraschender) Vernunft verzichtet – rückblickend hätte ich aber gerne noch die 3D Türen gehabt...

  • Core Box
  • Lightbringer Pack
  • Box: Troglodytes
  • Box: Noble Warriors vs. The Cochatrix
  • Box: Sorcerers vs. Lord Tusk
  • Box: Chest & Pillars

Neben zahlreichen Miniaturen in gewohnt toller Qualität, gibt es wieder atmosphärische Bodenpläne und diverse Karten für Ausrüstungsgegenstände, Events und unterschiedliche Monster.

Wer sich die genaue Inhaltsaufstellung anschauen möchte, wirft am Besten einen Blick auf die Kampagnenseite bei Kickstarter oder schaut sich mein Unboxing Video zu Massive Darkness an. 

Was das umfangreiche Material angeht, ergibt sich nach dem Auspacken leider direkt das erste Problem. Wenn man die beiden Stanzbögen "ausgeplöppelt" hat, passt das Material nicht mehr komplett in die Box. Über kurz oder Lang wird man sich wahrscheinlich nach einem "Custom Inlay" von Feldherr oder Co. umschauen – wenn man das Spiel wieder optimal einpacken möchte. Dies empfiehlt sich aber auch deswegen schon, da es sich als recht mühsam erwiesen hat nach dem Spielen alle Miniaturen wieder ihrem angestammten Platz in den Plastik-Inlays zuzuführen... diese Zeit könnte man bereits mit dem nächsten Spiel verbringen.

Gro

Schön ist...
...das man bei Massive Darkness nur noch einen Charakter führen muss. Die Vorgabe der Heldenanzahl – wie z.B. bei Black Plaque – entfällt glücklicherweise. Es muss also kein Spieler zwingend zwei oder drei Helden in das Abenteuer führen, nur um die Quest-Voraussetzungen zu erfüllen...

Der Spielaufbau kann mitunter einen Moment dauern, wenn man bereits alle Miniaturen bereitstellen möchte und die einzelnen Kartendecks noch mischen muss. Und man benötigt definitiv einen großen Tisch. Nicht nur das ausgelegte Dungeon benötigt seinen Platz, auch die ganzen Kartendecks und zahlreiche Miniaturen wollen griffbereit zur Verfügung stehen.

Nachdem alle Spieler einen Helden gewählt haben und sich neben der Charakter-Karte ein Plastik Dashboard, ihre Figur und einen Klassen-Bogen für ihre Talente gewählt haben, kann es losgehen.

Neben den Bodenplanteilen werden alle benötigten Tokens bereit gelegt und die unterschiedlichen Karten gemäß den Regeln gemischt und neben dem Spielfeld platziert.
Wir haben die Monster erst bei Bedarf aus der jeweiligen Box geholt. Der Umstand dass die Figuren leider noch nicht angemalt* sind, macht es allerdings mitunter etwas schwer auf Anhieb die richtigen Figuren zu finden – dies ist aber nur eine Frage der Übung.

* Jaja, das habe ich gehört... ich weiß' auch nicht ob ich nach den ganzen Zombies jemals zum Anmalen der Massive Darkness Miniaturen kommen werde...

Ruhm, Ehre und Heldentod

Das Ziel welches erreicht werden muss ist je nach gewählter Quest unterschiedlich. In der Regel geht es aber darum, bestimmte Objekte zu bergen und den vordefinierten Ausgang zu erreichen.

Das Meta-Ziel des Spiels – und das macht natürlich einen großen Reiz des selbigen aus – ist natürlich den eigenen Charakter mit immer besserer Ausrüstung zu bestücken und individuelle Talente mit den zuvor verdienten XP (Experience Points / Erfahrungspunkten) zu erwerben. Dabei ist es durchaus möglich den Charakter über mehrere Abenteuer – in Form einer Kampagne weiter zu entwickeln.

So spielt sich Massive Darkness...

Massive Darkness spielt sich einfacher als es den Anschein hat – aber nicht einfach im Sinne des Spiels, doch dazu später mehr. Vor allem wer bereits Zombicide Black Plaque gespielt hat, findet recht leicht in die Regeln hinein.

Heldenphase

Nacheinander aktivieren die Spieler Ihren Helden und führen unterschiedliche Aktionen durch. Dabei wird die Reihenfolge im Uhrzeigersinn eingehalten – es beginnt der wechselnde Startspieler.
Jedem Spieler stehen dabei 3 Aktionen zur Verfügung – wobei sich die Aktion "Bewegen" noch einmal in zwei Bewegungspunkte aufteilt welche für Bewegen, Öffnen oder Aufnehmen verwendet werden können. Als Aktionen kann der Spieler z.B. Angreifen, Aufstehen, Bewegen oder Tauschen wählen. Es ist durchaus möglich die gleiche Aktion dreimal auszuführen, z.B. ein Monster anzugreifen.

Wichtig ist dabei zu bedenken, dass jeder Angriff einen Gegenschlag erzeugt – sollte das Monster nicht getötet worden sein. Eine große Rolle in der Heldenphase spielt auch, ob der Spieler sich im Licht oder im Schatten aufhält. Das ist eine interessante Idee, welche durchaus Einfluss auf einzelne Talente und das allgemeine Vorgehen hat. Natürlich profitieren bestimmte Gegner auch von der Dunkelheit...

Gegnerphase

Danach werden die einzelnen Gegner aktiviert. Sie verhalten sich nach einem vorgegebenen Muster, was Ihre Bewegung und Angriffe angeht. Es ist dabei auch genau geregelt mit welcher Priorisierung Helden angegriffen werden. Da auch die Monster mit unterschiedlichen Angriffsarten agieren (Nahkampf, Fernkampf und Zauberei) muss immer darauf geachtet werden, welcher Held das nächste Ziel der Monsteraktivierung werden kann.

Kann ein Monster kein Ziel zu fassen bekommen und befindet sich kein Spieler in Sichtweite, so wandern die Monster zwischen Start und Zielpunkt umher, bis sie auf einen Helden aufmerksam werden. Zu beachten ist dabei noch, dass sich Monstergruppen – sogenannte Mobs – immer auch als Gruppe bewegen.

XP-Phase

Jetzt können die Helden ihre erworbenen Erfahrungspunkte in zusätzliche Talente investieren. Interessant hierbei ist noch, dass die Erfahrungspunkte im Kampagnenspiel nochmal aufgefächert werden. Hier muss man sich zuerst 5 Micro-XP verdienen, um diese dann in einen "richtigen" Erfahrungspunkt umzuwandeln. Damit wird die Charakterentwicklung über mehrere Quests hin etwas gestreckt.

Eventphase

Im Anschluss daran wird eine Event-Karte gezogen und das Ereignis ausgeführt . In der Regel sind die Ereignisse schlecht für die Helden – es gibt aber auch noch ein paar Karten die sind besonders schlecht.... (und ein paar Karten welche positive Effekte haben). ;-)

Das sagt der Leif zu Massive Darkness...

„Mein erster Eindruck nach dem Auspacken ist "Wow. Tolle Miniaturen, umfangreiches hochwertiges Material – so wie man es von CMON gewohnt ist!". Ob sich Massive Darkness aber auch spielerisch bewähren kann, werden die ersten Spielrunden zeigen. Das Studium der Regeln lässt zwar schon etwas mehr Tiefgang als z.B. Zombicide Black Plaque erahnen, aber ob sich die Spielmechanik wirklich spürbar davon abhebt wird sich noch zeigen...“

Eigentlich ein ein schönes Spiel...

Ich habe inzwischen einige Stimmen gelesen, welche dem Spiel vorwerfen nur schlecht "gebalanced" zu sein. Viele Spieler schreiben, dass Sie das Spiel als zu leicht empfinden und die Helden nach kurzer Zeit völlig overpowered sind.

Ich muss gestehen ich unserer Gruppe habe ich bisher andere Erfahrungen gemacht – auch wenn diese nicht unbedingt besser sind. Wir haben jetzt bisher knapp 10 Runden gespielt und verzweifelt versucht die erste Quest zu meistern. Dabei ist es uns genau einmal gelungen auf das zweite Spielplanteil – also Dungeon-Level 2 – zu erreichen. Dann wurden wir immer Opfer von einem oder sogar zwei Roaming Monster die uns ind Grund und Boden geprügelt haben.

Dabei war es relative egal ob wir uns Zeit gelassen haben um alle Schätze mitzunehmen oder versucht haben zügiger voran zu kommen. Keiner unserer Helden kam überhaupt dazu irgendwelche Talente zu steigern – egal ob mit 3 oder 4 Mitspielern.

Bei unseren ersten Versuchen hatten wir uns das Leben durch falsche Regelauslegungen noch zusätzlich erschwert, aber inzwischen haben wir das drauf. Trotzdem sind die beiden "Lightbringer Tokens" schneller weg als wir schauen können.

Meine Spielrunde hat leider frustriert das Handtuch geworfen und nach Hausregeln verlangt. Jetzt muss ich mir überlegen wie ich damit verfahren, damit das eigentlich schöne Spiel nicht als Brandbeschleuniger missbraucht wird.

Eigentlich ein schönes Spiel – sagen alle meine Spieler – aber in dieser Form zumindest bei uns bislang nicht wirklich spielbar.

Wie sind denn Eure Erfahrungen? Oder vielleicht habt Ihr ja ein paar gute Tipps, wie ich das Spiel meiner Gruppe doch nochmal schmackhaft machen könnte. Hinterlasst mir doch einfach unten ein Kommentar.

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